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Zdf.Umwelt



Zdf-Umwelt life aus Mainz, willkommen liebe Zuschauer. Ein Blütenmeer so weit das Auge reicht und dazu dieser Duft. Grade macht es wieder so richtig Freude draußen zu sein und die farbenfrohe Natur zu genießen. Und wir haben uns heute ein Stück Frühling ins Studio geholt. Wir haben Holunder, Rosen, Kapuzinerkresse und Co., die sehen nicht nur richtig klasse aus, sondern die schmecken auch gut. Wie wär´s zum Beispiel zum Spargel mit einem Aperitif aus Sekt und einem Schuss Blütensirup? Klingt verlockend, doch dazu muss zunächst die duftende Pracht bunter Blüten eingefangen und haltbar gemacht werden. Die Essenz eines schönen Frühlingstages kommt so in die Flasche. Ein aufwendiges Verfahren, für ein Naturprodukt, das immer beliebter wird.
Was schon zu Großmutters Zeiten gut war, ist wieder da: Blütensirup. In den verschiedensten Geschmacksrichtungen von Magnolie über Kastanie bis zu Lavendel. Gesund und lecker- ein Naturprodukt. Die Wiesbadener Biologin Anja Quäschning hat sich auf Blütensirup spezialisiert. Wichtig ist ihr, dass sie nur in bio-zertifizierten Gebieten erntet, also dort wo nicht gedünkt wird. Japanische Kirschblüte ist ihre Lieblingssorte, aber sie sammelt alles was sich verarbeiten lässt und schmeckt.
Anja Quäschning: „Ich habe Jahrzehnte lang, würde ich jetzt fast mal behaupten, Holunderblütensirup hergestellt. Und das hat mir eines Tages nicht mehr gereicht. Es gibt so viele in unserer einheimischen Natur da wo ich gedacht habe also nur Holunderblüte ist ja fast ein bisschen langweilig. Und dann habe ich angefangen zu experimentieren. Das erste was ich gemacht habe war Akazienblüte und das hat einen ganz super tollen Geschmack gegeben. Ja und dann gab´s kein Halten mehr, da habe ich alles ausprobiert wessen ich habhaft werden konnte. Ich würde fast schätzen, dass ich insgesamt 400 verschiedene Blüten ausprobiert habe, von denen jetzt 40 Sorten übriggeblieben sind.“
Anja Quäschning arbeitet mit Rücksicht auf die Natur. Direkt vor Ort zupft sie die Blütenblätter ab, so können dir Insekten in ihrem natürlichen Lebensraum bleiben. Diese Handarbeit ist zwar extrem Zeitaufwendig, macht sich aber am Ende auch geschmacklich bemerkbar.
Anja Quäschning: „Als erstes pflücke ich die gesamte Dolde ab und im zweiten Schritt zupfe ich die Einzelblüten von den Stielen. Das ist bei mir ganz wichtig, weil ich keine Bitterstoffe von den Stengeln mit in dem Blütenauszug haben will und für die hohe Qualität die ich erreichen will, spielt das eine ganz wichtige Rolle.“
Jahrelang hat Anja Quäschning experimentiert, verschiedene Rezepte ausprobiert bis sie ihren Sirup hatte. Das Besondere: die Blüten ziehen über Monate in reinem Quellwasser, so geben sie ihr Aroma ab. Hunderte Kilo Blütenblätter verarbeitet Anja Quäschning so jedes Jahr. Zum Schluss kommen nur noch Zucker und Zitronensäure dazu, alles rein biologisch. Manche Sorten wie etwa Holunder oder Echinacea haben durchaus auch eine Heilwirkung, doch Anja Quäschning geht es in erster Linie um den Genuss.
Anja Quäschning: „Bei der Herstellung von dem Sirup ist wichtig, dass ich während der gesamten Herstellung nichts erhitze und nichts presse. Und durch diesen Kaltauszug, den die Blüten nur in Quellwasser geschwängt werden, kann ich die Blüten quasi dazu überreden mir freiwillig ihr Aroma zu schenken. Und das ergibt ein ganz tolles, intensives, schönes Ergebnis.“
Ihr Sirup wird in ausgesuchten Geschäften verkauft wie zum Beispiel in der Vinothek im Schloss Rheinhardshausen in Eltville am Rhein. Mit Mineralwasser oder Sekt verdünnt, schmeckt er besonders gut. Viele Kunden trinken diese Mischung zum ersten Mal. (Kunden:) „Ich muss sagen, das schmeckt mir sehr gut. Es hat mal einen ganz anderen Geschmack, es ist sehr erfrischend.“ „Viel besser als eine Schorle weil´s nicht so süß ist und ich würde das auch jeder Zeit weiter empfehlen.“ „Also es ist außergewöhnlich weil man´s halt sonst nicht macht. Sonst machst du halt einen Sekt auf und trinkst den Sekt vorm Essen oder zur Feier. Wenn man so mal ein Schuss rein macht, ist was Außergewöhnliches.“ Der Sirup eignet sich aber auch zum Kochen. In der Küche von Schloss Rheinhardshausen hat Anja Quäschnings Blütensirup längst Einzug erhalten. Der Küchenchef schwört darauf. Zum Beispiel für Süßspeisen oder Salatdressings. Im Restaurant des Hauses wird zu solch blumigen Gerichten gern Holunderblütensekt serviert. Auch aus der Produktion von Anja Quäschning. Ein sehr hochwertiger trockener Schaumwein ganz ohne Trauben hergestellt.
Doch Anja Quäschning reicht das alles noch lange nicht. Sie ist weiter auf der Suche nach neuen Ideen und geht regelmäßig durch die Natur, immer mit einem offenen Blütenblick und mit der Frage im Kopf: Wie diese Blüte wohl schmeckt?

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