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Bunt gemischt



Anmoderation:

„In Wiesbaden und Umgebung werden seit 15 Jahren Blüten zu geschmackvollem Sirup, Sekt oder Salz verarbeitet. Die Biologin Anja Quäschning hat jetzt sogar mit einem Rosendestillat den Preis „Geprüfter Edelbrand aus dem Nassauer Land“ erhalten, der ihr am Montag, 16. April im Wiesbadener Rathaus übergeben wird. Wie die Blütenmanufaktur in dem kleinen Einfamilienhaus in Wiesbaden Dotzheim entstanden ist und was es da noch so alles leckeres zu schmecken gibt, das hat unsere hr4-Reporterin Waia Stavrianos heraus gefunden.“

Moderatorin: „Mit einem orange-grün leuchtenden Blüten-T-Shirt und Gartenschuhen in Margeriten-Design auf grünem Hintergrund empfängt mich Anja Quäschning. In einem Hinterhaus ist ihre Manufaktur nebst Labor. Und dort in einer Vitrine steht nur eine Variation all dessen, was die findige Blütenkennerin im Internet und in Feinkostläden vertreibt.“

Quäschning: „Es gibt insgesamt 50 Blüten, aus denen ich Blütensirupe herstelle. Das sind:

Salbeiblüte, Lotusblüte, Veilchenblüte, Minzblüte und alles, was man sich so vorstellen kann. Das schöne dabei ist, dass Blüten genauso unterschiedlich schmecken, wie Früchte.“

Moderatorin: „Aber auch Blütensalze hat sie inzwischen, die sogar mit dem Konterfei vom steirischen Chefkoch Johannes Lafer vertrieben werden.“

Quäschning: „Rosenblütensalz – super traumhaft lecker zu einem Steak, Lavendelblütensalz für einen Salat, Muskatblütensalz für Gemüse. Mit diesen Blütensalzen würzt man dann seine Speisen.“

Moderatorin: „Angefangen hat die Lust auf Blüten in ihrer Kindheit.“

Quäschning: „Ganz ursprünglich hat meine Großmutter Holunderblütensirup hergestellt. Den habe ich als Kind getrunken und fand das ganz wunderbar lecker, und wenn ich vom Spielen nach Hause kam, war das eine wunderbare Erfrischung.“

Moderatorin: „Jahre nach dem Tod der Großmutter keimte in der Diplombiologin ein Wunsch auf: Ihren Kindheitsgeschmack neu zu beleben.“

Quäschning: „Ich habe richtige Versuchsreihen gemacht, hatte mein kleines Laborbuch, wo ich dann aufgeschrieben habe: Diesen Sommer hast du die Blüten abgezupft von den Stängeln und das andere Mal habe ich es bei einer höheren Temperatur ausprobiert und so was. Eines schmeckt halt viel, viel besser als das andere und dann habe ich da weitergemacht.“

Moderatorin: „Inzwischen hat sie bereits einen prämierten Blütenschaumwein, ohne jede Traubenbeigabe hergestellt. Nun noch das prämierte Rosendestillat, das nach einer längeren Reifung auch bald zu kaufen sein wird. Eigentlich ein Abfallprodukt, das der Sparsamkeit seiner Erfinderin zu verdanken ist.“

Quäschning: „Übrig bleibt eine Blütenmaische, die aber immer noch unheimlich intensiv duftet, aber nicht mehr genügend Geschmack abgibt, um in einem Kaltauszug zur Geltung zu kommen. Und dann habe ich eine ganz liebe Frau gefragt, ob sie mir einen Tipp geben könnte und sie sagte: ‚Ja, der Holger Höhler in Aarbergen ist so ein ganz experimenteller Brenner. Der könnte damit etwas anfangen.’“

Moderatorin: „Und all diese Köstlichkeiten entstehen einfach nur durch wilde Blüten aus ihrer Umgebung.  Z.B. den feinen japanischen Kirschblüten, die sie am Rheinufer bei Mainz erntet.“

Quäschning: „Der Rhein fließt vorbei, man sitzt auf einem Kirschbaum, um einen herum ist alles pink. Man pflückt sich quasi so kleine Löcher in den blauen Himmel. Bienchen summen, die Vögel zwitschern, der Himmel ist blau – das ist wirklich ganz, ganz großartig dort zu ernten.“

Moderatorin: „Einen erfrischend spritzigen, leicht süßen Geschmack hat der Kirschblütensirup mit Wasser gemischt – lecker!

Gleich neben ihrem Blütenzimmer ist das Labor. Hier stehen große, braune Apothekergläser, Mixgeräte und Phiolen. Während sie hier drinnen extrahiert, sammeln zurzeit draußen im bunt blühenden Garten die Amseln Ästchen für ihre Nester. Der Natur ihre kleinen  Geheimnisse abtrotzen, das ist auch Anja Quäschnings Leidenschaft.“

Quäschning: „Versuchen, ausprobieren und dann dieses Entdecken und Denken: ’Ja, das ist es. Das ist ein toller Geschmack.“ 

Abmoderation: „Wenn Sie Lust auf diesen Geschmack bekommen haben, schauen Sie doch mal im Inernet nach unter www.bluetengenuss.de! Dort gibt’s auch tolle Rezeptideen.“

Moderatorin: Waia Stavrianos

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