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Sekt mit Sternequalität
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Sekt mit Sternequalität

Rosenblüten-Sekt

Johann Lafer kocht mit ihren Salzen, Sterneköche streuen ihren Zucker über Süßspeisen, im Schloss Bellevue werden Speisen mit ihren Blütensirups verfeinert und für ihren Sekt hat Anja Quäschning aus Wiesbaden den Internationalen Weinpreis in Gold bekommen.

„Der Geschmack von Kirschblüten erinnert an Marzipan und Schwarzkirschen, der von Kastanienblüten dagegen an Karamell, von Magnolienblüten an reifes, süßes Apfelkompott. Lauchblüten dagegen schmecken unappetitlich.“ Anja Quäschning aus Wiesbaden kennt den Geschmack fast aller Blüten. Kein Wunder, seit mehr als zehn Jahren verarbeitet sie Blüten zu Sirup, Zucker, Salz und sogar zu Sekt.

Angefangen hat alles mit der Suche nach dem Geschmack von Großmutters Holunderblüten-Sirup. Wenn Anjas Großmutter an heißen Tagen den Sirup mit Wasser verdünnte, duftete die ganze Küche. Die Schorle schmeckte frisch und sehr aromatisch. Doch als Anja Quäschning diesen Geschmack ihrer Kindheit selbst herstellen wollte, war ihre Großmutter schon tot. Sie hatte das köstliche Rezept mit ins Grab genommen. Also pflückt Anja Quäschning körbeweise Holunderblüten. Mal kocht sie sie mit Wasser und Zucker auf, setzt sie ein anderes Mal mit kaltem Quellwasser an, sie presst die Blüten aus oder lässt sie unberührt im Wasser schwimmen. „Eimerweise kippte ich den gewonnenen Auszug weg, weil er nicht annähernd so gut wie Großmutters Sirup schmeckte.“ Eines Tages jedoch, nach Jahren des Experimentierens, hielt Anja Quäschning inne: da war er endlich, Großmutters Holunderblüten-Sirup. „Zum Glück hatte ich mir dieses Rezept aufgeschrieben. Als studierte (promovierte) Biologin habe ich gelernt, im Labor jeden Arbeitsschritt genau zu dokumentieren.“ So konnte sie im nächsten Jahr gleich noch einmal Großmutters Holunderblüten-Sirup produzieren. Von da an packte sie die Leidenschaft für Blüten.

Sie probierte alles aus: Frittierte Blüten, getrocknete Blüten, Blütenlikör und Blütenwein. Der Holunderblütenwein schmeckte gut, war aber unglaublich süß. „Wenn ich einen Schaumwein daraus mache, brauche ich weniger Zucker“, überlegte Anja Quäschning. Doch so einfach ist es nicht. Immer wieder explodierten die Flaschen. „Ich weiß nicht, wie oft ich meine Experimente von den Kellerwänden wischte.“ Elf Jahre experimentierte die Blütenfrau, bis ihr endlich der „Fleur pétillante brut“ schmeckte. Damals ahnt sie noch nicht, dass sie eines Tages ihr Hobby zum Beruf machen würde. Sie arbeitet als Produktmanagerin für ein pflanzliches Herzpräparat bei einem Arzneimittelhersteller. Die Arbeit macht ihr Spaß und sie hätte vielleicht nie den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt, wenn ihre Stelle nicht eines Tages wegrationalisiert worden wäre.

So kam es, dass sie sich Anfang 2003 mit ihren Blütenprodukten selbstständig machte, die „Deutsche Blütensekt Manufaktur“ gründet. „Seitdem ziehe ich von Ende März bis Oktober in die Feld- und Wiesengebiete rund um Wiesbaden, um Wildblüten zu sammeln. Nur frische, perfekte Blüten kommen für meine Produkte in Frage. Innerhalb weniger Stunden nach dem Pflücken zupfe ich Blütenblatt für Blütenblatt ab, säubere sie und fülle sie in 120-Liter-Fässchen, gieße sie mit Quellwasser auf.“ Für 1000 Liter Wasser braucht Anja Quäschning mehrere hundert Kilogramm Blüten. Dann heißt es warten, manchmal Wochen, manchmal Monate, bis die Blüten ihr Aroma an das Wasser abgegeben haben. Was aber genau in diesen Fässchen passiert, ist ein Betriebsgeheimnis. Profiköche, Sommeliers und Barkeeper jedenfalls lieben das Elixier. Aus diesem Extrakt rührt die Blütenkönigin dann mit Bio-Zucker den Sirup, ohne das Substrat zu erwärmen. Heute bietet sie 50 verschiedene Blütensirups an und je 12 Blütensalze und 12 Blütenzucker. Mit Johann Lafer hat sie gemeinsam eine Blütensalz-Kollektion entwickelt. Der Holunderblüten-Sekt wurde 2007 beim Internationalen Weinpreis mit Gold ausgezeichnet. „Statt im Büro zu sitzen, arbeite ich heute oft den ganzen Tag mit duftenden, schönen Blüten. Was kann es schöneres geben?“

Halten Sie den Sommer im Glas!

Wie warme Sonnenstrahlen schmecken die erfrischenden Blütensirups, sommerwürzig die Blütensalze und frisch-aromatisch der Blütenzucker.

Blütensirup

Die Blütensirups einfach als Blütenschorle mit Mineralwasser aufgießen oder, passend für den Herbst, als „Heiße Blüte“. Dafür gießen Sie einen Teil Blütensirup einfach mit 8-10 Teilen heißem Wasser auf. Besonders geeignet für Teetrinker, die den Genuss schätzen – und ohne die 10 Minuten Wartezeit, mit der ein guter Kräutertee ziehen soll. Direkt verfügbar, lecker, gesund!

Blütensalz

Zum Kochen und für Salate. Vielfältig einsetzbar und immer delikat und raffiniert.

Geben sie mit Muskatblütensalz allen Kartoffelgerichten den besonderen Pfiff, ob Salz- oder Bratkartoffeln, Kartoffelpüree oder Gratin. Testen sie das nach Zimt und Pfeffer schmeckende Magnolienblütensalz. Eine einzigartige Entdeckung.

Blütenzucker

Eine echte Bereicherung für feine Desserts.

Denken sie auch schon ein bisschen an die Weihnachtsbäckerei. Backen und verzieren sie ihre Plätzchen doch dieses Jahr einmal mit Blütenzucker. Aromatisch-würzig!

Rezept

Blütendressing

Zutaten:

40 ml Olivenöl

50 ml Balsamicoessig

10 g Blütensalz

50 ml roter Kastanienblütensirup

Pfeffer

nach Geschmack klein geschnittene Zwiebeln.

Zubereitung:

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und gut mit einem Schneebesen verrühren.

Passt sehr gut zu kräftigen Salaten wie Rucola oder Feldsalat.

Geeignete Sorten Blütensirup sind u.a.:

· Akazienblüte

· Rote Kastanienblüte

· Lavendelblüte

· Rote Sonnenhutblüte

· Wilde Wickenblüte

Geeignete Sorten Blütensalz sind u.a.:

· Lavendelblüte

· Rosenblüte

· Salbeiblüte

· Topinamburblüte



Quelle: Landspiegel, Natürlich leben und geniessen, Ausgabe 10/2012, September/Oktober, Seite 56/57
Veröffentlicht auf www.bluetensekt.de

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